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  • Foto: Max Mustermann

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Buchvorstellung

Jenrich, J.; Löhr, P.-W.; Müller F.; Vierhaus, H. (2016): Mittel- und Großsäuger. Bildbestimmungsschlüssel anhand von Schädelmerkmalen.

Beiträge zur Naturkunde Osthessens. Band 43, Supplement 1, Michael Imhof Verlag, 192 Seiten, 321

Abbildungen. ISBN: 978-3-7319-0448-9.

Mit diesem Buch liegt ein großformatiger Klassiker der Bestimmungsliteratur vor. Nachdem in der gleichen Zeitschriftenreihe bereits  die Kleinsäuger inklusive Fledermausarten mit ihren Bestimmungsmerkmalen in erstklassiger Weise abgehandelt wurden, wird nunmehr die Determination der Igel, Hasenartigen, mittelgroßen und großen Nagetierarten, der Raubsäuger und Huftiere sowie einiger Wal- und Robbenarten unserer mitteleuropäischen Säugetierfauna in Angriff genommen. Vorzügliche Abbildungen, die Angabe von Messstrecken, die Beschreibung der Bestimmungsmerkmale inklusive Hinweisen zur Altersbestimmung und eine exklusive Papierqualität charakterisieren die Ausstattung dieses vortrefflichen Werkes. Es kann nachhaltig allen biologischen, forstlichen und jagdlichen Ausbildungsstätten, den säugetierkundlich interessierten Freizeitforschern und der grünen Praxis empfohlen werden.

M. Stubbe (Halle/Saale)

Hartwig, Dieter (2016): Wölfe, verhasst – verfolgt – verharmlost.

Pagina  Verlag Goch, 238 Seiten, zahlreiche historische Abbildungen und Graphiken,

ISBN: 978-3-946509-05-9, Preis 20 Euro.

Der Autor legt ein gründlich recherchiertes und gut verständlich geschriebenes Buch über die Historie und Gegenwart des Wolfes in Deutschland vor. In aller Offenheit wird die gegenwärtige Wolfspolitik an den Pranger gestellt. Das Buch ist eine fantastische Ergänzung zu dem von Granlund 2015 herausgegebenen Buch „Das Europa der Wölfe“. Einleitend werden die Verbreitung, der Schutzstatus und die Rechtsfolgen anhand der deutschen und europäischen Rechtsprechung exakt und übersichtlich dargestellt. Der Autor geht dann auf den Lebensraum, die Ernährung, Mobilität, Krankheiten und Mortalität des Wolfes ein und widmet sich den durch Wölfe verursachten menschlichen Opfern. Weitere Abschnitte behandeln den Wolf im Stammesrecht und die Wolfsgefahren im frühen Mittelalter. Das Jagdregal und Jagdfronen wird dem Leser verständlich dargestellt. Ausführlich wird auf die Verfolgung der Wölfe zwischen Maas und Rhein, die Wolfsbekämpfung in Preußischer Zeit und besonders in den Preußischen Ostprovinzen eingegangen. Es werden zahlreiche Statistiken in den Archiven ausgegraben, die von großem historischem Interesse sind. Es werden auch die Methoden der Wolfsjagd und der Wirtschaftsfaktor Raubwild und das Ende der Ausrottung offen gelegt. Ein äußerst kritischer Ausblick und ein lückenloses Quellenverzeichnis beenden diese akribische, dringend zu empfehlende Recherche.

Das Buch gehört in die Bibliotheken aller Jäger, zukunftsfähigen Naturschützer und Amtstuben aller Kategorien, die an einem gesellschaftlichen Konsens im Für und Wider den Wolf interessiert sind.

M. Stubbe (Halle/Saale)

SCHULTE, J. (2015): Der Jäger – Lehrbuch für die Jägerprüfung

647 Seiten, 387 Farbfotos, 169 Farbzeichnungen, 217 s/w-Fotos und -Zeichnungen, 33 Tabellen, Ulmer Verlag, Stuttgart

ISBN 978-3-8001-8347-0, 39,90 Euro

Der in 5. aktualisierter und erweiterter Auflage erschienene Band ist in erster Linie ein Lehrbuch für die Jägerprüfung. Wegen seiner weitgefächerten Inhalte wird ihn aber auch der Praktiker immer wieder zur Hand nehmen. Neben den „klassischen“ Themen wie Wildtierkunde, Jagdbetrieb, Jagdhundewesen, Jagdwaffenkunde und Jagdrecht werden auch die Bereiche Waldbau, Landbau, Ökologie und Naturschutz ausführlich abgehandelt. Als Gewässerökologe und Fischereibiologe fand ich die Abschnitte über stehende Gewässer, Fließgewässer, Quellen und Moore sehr interessant, da man dort auf 14 Seiten alles Wichtige in Kurzfassung nachschlagen kann. Mit dieser Auflage wird die 4. Auflage fortgeschrieben, wobei neue wildtierkundliche Erkenntnisse sowie aktuelle Forschungsergebnisse Eingang gefunden haben.

Eulen in Deutschland – Verbreitung, Gefährdung, Trends

56 Seiten, 89 Farbfotos, AULA-Verlag, Wiebelsheim

ISBN 978-3-89104-780-4, 6,95 Euro

Das „Falke-Sonderheft 2014“ widmet sich den heimischen Arten und beleuchtet ihre Biologie, Lebensweise sowie Maßnahmen zu ihrem Schutz. In 16 Artikeln erläutern Eulenforscher und Artenschützer, wie es um die 10 heimischen Arten bestellt ist. Die einzelnen Beiträge zeigen, dass die Bestandsentwicklungen der verschiedenen Eulenarten stark voneinander abweichen. Während sich der Uhu neue Lebensräume in der Stadt erschließt, ist die Sumpfohreule im deutschen Binnenland extrem selten geworden und fast nur noch an der Nordseeküste heimisch. Das Sonderheft bietet allen „Eulenfreunden“ und Artenschützern umfassende Informationen auf dem neusten Stand der Forschung.

ZEILER, H. (2009): Rehe im Wald

303 Seiten, div. Farbfotos, div. s/w-Zeichnungen, Österreichischer Jagd- und Fischerei-Verlag, Wien

ISBN 978-3-85208-075-8, 65,- Euro

Das Rehforschungsprojekt „Rosenkogel“ der Meran`schen Forstverwaltung in der Steiermark wurde von der Jagdzeitschrift „Der Anblick“ ins Leben gerufen. Hubert Zeiler, ein erfahrener Wildökologe, hat das Projekt geleitet. Viele Ergebnisse des vorliegenden Buches sind dieser Forschung zu verdanken. Zunächst beschäftigt sich der Autor mit der Frage von den 3 Hauptstämmen beim Europäischen Reh und der Feststellung, dass es noch nie so viele Rehe gab, wie heute. Die nächsten Kapitel beleuchten die Lebensraumnutzung (Rehe und Wald; Rehe, Wald und Wildschäden; Waldbau mit Rehen; ein Wald für Rehe), die Ernährung, die Bestandsdynamik und Jagd, das Verhalten sowie Reh und Räuber (Luchs und Reh; Rehe und Füchse; Wölfe Adler, Wildschweine). Zum Schluss folgen ein Steckbrief des Rehwildes und ein umfangreiches Literaturverzeichnis. Der mit Zeichnungen des Autors „liebevoll“ gestaltete Band ist ein sehr interessantes Werk in der umfangreichen „Rehliteratur“.

SEIFERT, M. (2010): Wie einst die Jagd gewesen – Über Jäger und Wild im 17. Jahrhundert

159 Seiten, div. s/w-Abbildungen, Österreichischer Jagd- und Fischerei-Verlag, Wien

ISBN 978-3-85208-085-7, 39,- Euro

Das 17.Jahrhundert steht für bewegte Zeiten. Es war ein Jahrhundert, in dem allein in Europa mehr als zwanzig Kriege geführt und ganze Landstriche entvölkert und verwüstet wurden. Zudem wütete noch die Pest. Andererseits erlebte dasselbe Jahrhundert aber auch die Blüte des Barock. Wolf Helmhard Freiherr von Hohberg, ein gebildeter und angesehener Gutsherr, machte sich in seinem Werk „Georgica curiosa (sorgfältig den Landbau betreffend)“ auch Gedanken über die Jagd. Dabei spannt er einen weiten Bogen von der Jagdethik über Fragen der Jagdtechniken und Hundeführung bis hin zu umfangreichen wildkundlichen Betrachtungen über die verschiedenen Wildarten. Der Inhalt dieses unterhaltsamen und sehr empfehlenswerten Bandes:

• Das 17. Jahrhundert
• Wolfgang Helmhard von Hohberg
• Über das Weidwerk (Jägerordnung, Jagdhund, Hundezucht)
• Auf auf zum Jagen (vom Hirsch, Reh, Steinbock, Hasen, Dachs, Auerhahn, Birkhahn, Rebhuhn etc.)
• Was es kaum mehr gibt (vom Bär, Wolf, Luchs, Wildkatze und Auerochsen)
• Die Exoten (Löwe, Tiger, Leopard, Affe, Elefant)

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