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Gesellschaft

Satzung

§ 1 Name und Sitz

Der Verein führt den Namen "Gesellschaft für Wildtier- und Jagdforschung e. V."
Er hat seinen Sitz in Halle/Saale.

§ 2 Zielstellung und Aufgaben

(1) Die Gesellschaft für Wildtier- und Jagdforschung e. V. (GWJF) ist eine unabhängige, demokratische
und freiwillige Vereinigung von Wildbiologen, Jagdwissenschaftlern, Ökologen, an der Wildtier- und
Jagdforschung und am Natur- und Umweltschutz sowie der Raumnutzung interessierten Wissen-
schaftlern und Praktikern der verschiedensten Berufe und Disziplinen, engagierten Studenten sowie
Institutionen und Einrichtungen, die mit Wildbiologie und Jagd befasst sind.

(2) Die GWJF ist eine im Lande Sachsen-Anhalt unter Nr. 656 registrierte juristisch selbständige
Vereinigung mit gemeinnützigem Charakter.

(3) Ziele und Aufgaben der GWJF bestehen darin, Forschungen zur Erhaltung des Wildes und seiner
Lebensräume, zu seiner Bewirtschaftung in umweltangemessenen, ökologisch vertretbaren
Populationsgrößen sowie zur Pflege und Entwicklung des Jagdwesens im gesamtgesellschaftlichen
Interesse anzuregen, zu fördern und durchzuführen; wobei die Bestimmungen des Grundgesetzes zu
berücksichtigen sind; in der Wildtier - und Jagdforschung tätigen Personen Möglichkeiten zum
Meinungs- und Erfahrungsaustausch zu bieten und ihre Interessen zu vertreten; die Interessen von
Wild, Jagd und Jägern im staatlichen Rahmen wie bei der Erarbeitung von Gesetzesvorlagen oder bei
umweltbeeinflussenden Wirtschaftsmaßnahmen als wissenschaftliches Fachgremium durch Gutachten
und Stellungnahmen zu unterstützen; interessierten staatlichen Stellen, den Landesjagdverbänden,
Betrieben, wissenschaftlichen Einrichtungen und Vereinigungen, den Biosphärenreservaten, Natur-
und Nationalparks als Partner bei der Einleitung und Durchführung jagd- und wildtierbezogener
Forschung zu dienen; neue wissenschaftliche Erkenntnisse durch Publikationen, Vortragsveranstal-
tungen und Seminare schnell in die Praxis überzuleiten; die wildbiologische und jagdwissenschaft-
liche Ausbildung an den Bildungsstätten zu unterstützen und die Weiterbildung der Jäger und Natur-
freunde zu fördern; durch Mitarbeit in internationalen und überregionalen Gremien wissenschaftliche
Zusammenarbeit auf den vertretenen Fachgebieten zu fördern und zu pflegen.

(4) Die GWJF setzt die Traditionen der humanistischen deutschen Jagdwissenschaft in Gegenwart und
Zukunft fort. Sie versteht sich als Erbin der 1795 von Johann Matthäus Bechstein in Waltershausen
gegründeten weltersten jagdwissenschaftlichen Vereinigung "Societät", der von August Ströme 1919
in Berlin gegründeten "Gesellschaft für Jagdkunde" und der 1956 durch Hans Stubbe ins Leben
gerufenen "Arbeitsgemeinschaft für Jagd- und Wildforschung" an der Akademie für Landwirtschafts-
wissenschaften zu Berlin.

(5) Die Mitglieder der GWJF betreiben Wildtier - und Jagdforschung als Beitrag zum Natur und
Umweltschutz, zur biologischen und ökologischen Grundlagenforschung, zur Wildschadenverhütung
sowie zur Pflege und Weiterentwicklung kultureller Traditionen. Die GWJF ist offen für die Zusammen-
arbeit mit anderen Organisationen und Institutionen, die von diesen Zielstellungen berührt werden.

§ 3 Leistungen

(1) Die GWJF führt in regelmäßigen Abständen wissenschaftliche Vortragsveranstaltungen durch. Sie
organisiert den Druck und Vertrieb der Tagungsmaterialien.

(2) Die GWJF beteiligt sich an Kolloquien und Seminaren zur Wildtier- und Jagdforschung an
Universitäten und anderen Einrichtungen.

(3) Die GWJF unterstützt ihre Mitglieder bei der Veröffentlichung neuer wissenschaftlicher Ergebnisse
in Fachorganen, durch Empfehlungen und Gutachten.

(4) Die GWJF informiert über wissenschaftliche Veranstaltungen im In- und Ausland, die der
Zielstellung der Gesellschaft entsprechen.

(5) Die GWJF führt in jährlichem Abstand eine Vollversammlung durch, auf welcher der Vorstand den
Jahres- und Finanzbericht vorlegt. Die Vollversammlung wird vom Vorstand einberufen; der Termin ist
drei Monate vorher den Mitgliedern schriftlich bekannt zugeben. Die Beschlussfassung der Vollver-
sammlung erfolgt mit einfacher Mehrheit; der Vorstand ist für ein Protokoll verantwortlich.

§ 4 Mitgliedschaft

(1) Die GWJF hat in- und ausländische Mitglieder. Sie ist für Institutionen und Einzelpersonen offen.

(2) Die Mitgliedschaft kann von Einzelpersonen und Institutionen unter Angabe spezieller Interessen
und der beruflichen Tätigkeit des Antragstellers schriftlich beim Vorstand beantragt werden.

(3) Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss und Tod.
Über den Ausschluss entscheidet die Vollversammlung. Darüber hinaus erlischt die Mitgliedschaft,
wenn trotz wiederholter Aufforderung der Mitgliedsbeitrag
Mitgliedsbeitrag nicht gezahlt wird. Es bestehen seitens der GWJF keine finanziellen Verpflichtungen
gegenüber dem ausscheidenden Mitglied.

(4) Die Mitglieder sind verpflichtet an der Arbeit der GWJF in Übereinstimmung mit ihren persönlichen
Möglichkeiten teilzunehmen; den festgelegten Mitgliedsbeitrag regelmäßig zu zahlen.

(5) Institutionen, die Mitglied der GWJF sind, sind durch ein bis zwei von ihnen benannte Mitarbeiter
zur aktiven Mitarbeit verpflichtet. Die Rechte und Pflichten dieser Mitglieder entsprechen denen von
Einzelpersonen. Institutionen und Einrichtungen haben keinerlei Sonderrechte.

(6) Der Vorstand kann bei Einstimmigkeit Ehrenmitglieder ernennen, deren Mitgliedschaft beitragsfrei ist.

(7) Der Vorstand kann bei Einstimmigkeit „Außerordentliche Mitglieder“ ernennen. Anträge müssen
wohlbegründet beim Vorstand eingebracht werden. Es sind ausländische Wildbiologen und Jagd-
wissenschaftler, welche die Gesellschaft und deren Ideen in ihren Ländern vertreten, hochwertige
Manuskripte zur Publikation bei der GWJF einreichen, die Schriftenreihe „Beiträge zur Jagd und
Wildforschung“ in ihrer Heimat propagieren und in angesehenen Zeitschriften rezensieren. Ihre
Mitgliedschaft ist beitragsfrei; sie haben kein Wahlrecht. Es bestehen keine finanziellen Verpflichtungen
zwischen der GWJF und Außerordentlichen Mitgliedern.

§ 5 Leitung

1) Die Leitung der GWJF besteht aus
dem 1. Vorsitzenden, dem 2. Vorsitzenden und drei weiteren Vorstandsmitgliedern.
Diese wählbaren Personen bilden den Vorstand. Die GWJF wird durch den 1. Vorsitzenden vertreten.
Er kann den anderen Vorstandsmitgliedern Vollmacht erteilen.

(2) Der Vorstand wird auf der Vollversammlung für den Zeitraum von drei Jahren durch die Mitglieder
gewählt. Die Wahl ist geheim und erfolgt nach einer gesonderten Wahlordnung.

(3) Bei der Wahl des Vorsitzenden und des 2. Vorsitzenden ist das Prinzip der Kontinuität der Arbeit und
der Vertretung der GWJF nach außen zu wahren. Doch sollten beide Funktionen nicht länger als zwei
Wahlperioden hintereinander ausgeübt werden, was eine spätere Wiederwahl nicht ausschließt.

(4) Pflichten, Rechte und Arbeitsweise des Vorstandes sind in einer Geschäftsordnung festzulegen, die
von der Vollversammlung zu bestätigen ist. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

(5) Der Vorstand kann sich eine Geschäftsstelle einrichten. Mitglieder des Vorstandes können eine
Aufwandsentschädigung erhalten. Die Höhe richtet sich nach der Finanzlage des Vereins und wird
von der Vollversammlung festgelegt.

§ 6 Finanzen

(1) Die Einnahmen des Vereins kommen aus Mitgliedsbeiträgen, Stützungen von an der Wildtier- und
Jagdforschung, interessierten Einrichtungen, Spenden und Stiftungen, Mitteln die der GWJF für eigen-
verantwortliche Durchführung von Forschungsarbeiten zur Verfügung gestellt werden, Teilnahmege-
bühren an wissenschaftlichen Veranstaltungen der GWJF.

(2) Institutionen und Einrichtungen zahlen einen jährlichen Mitgliedsbeitrag von 500,00 DM. Wollen
diese Einrichtungen mehr als zwei Mitarbeiter als ständige Mitglieder benennen, die ihre Interessen in
der GWJF vertreten, ist für jede weitere Person zusätzlich ein Jahresbeitrag entsprechend (3) zu
entrichten.

(3) Einzelpersonen zahlen einen jährlichen Mitgliedsbeitrag von 60,00 DM. Studenten und Rentner
zahlen die Hälfte. Der Beitrag ist im Laufe des 1. Quartals zu entrichten.

(4) Über Einnahmen und Ausgaben verfügt, auf der Grundlage eines vom Vorstand vorgeschlagenen
und von der Vollversammlung bestätigten Etats, der Geschäftsführer. Er ist nachweis- und vor dem
Vorstand jährlich rechenschaftspflichtig.
Auf der Vollversammlung ist ein vollständiger Finanzbericht zu geben und von dieser bestätigen zu
lassen.

(5) Der Vorstand ist berechtigt, erforderlichenfalls Veränderungen in der Höhe der Beiträge vorzu-
schlagen und zu begründen. Beitragsveränderungen müssen von der Vollversammlung mit einfacher
Mehrheit gebilligt werden.

§ 7 Auflösung

(1) Der Verein kann nur durch Beschluss einer unter Ankündigung des Zwecks zwölf Wochen vorher
einberufenen außerordentlichen Mitgliederversammlung aufgelöst werden. Der Auflösungsbeschluss
bedarf der dreiviertel Mehrheit aller anwesenden Mitglieder.

(2) Bei Auflösung des Vereins oder Wegfall des bisherigen Zweckes, fällt ein nach Abdeckung aller
Verpflichtungen, noch vorhandenes Vermögen an eine andere als gemeinnützig anerkannte Körper-
schaft, die es ausschließlich für gemeinnützige Zwecke oder Förderung von Aufgaben der Wildtier-
forschung verwenden muss.

 

Berlin, den 12. Oktober 1991

Universität Halle | 06099 Halle | Domplatz 4
Telefon 0345 5526453 | Telefax 0345 5527314
E-Mail stubbezoologie.uni-hallede

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